Eunectes murinus
Foto: Michael Jerrard / Unsplash
Spezies

Eunectes murinus

(LINNAEUS, 1758)

Giftigkeit
Ungiftig
Max-Länge
243 cm
IUCN-Status
Least Concern
Aktivität
Cathemeral

Taxonomische Einordnung

Wissenschaftlicher NameEunectes murinus
GattungEunectes
FamilieBoidae
UnterordnungSerpentes
OrdnungSquamata
Erstbeschreiber(LINNAEUS, 1758)
Jahr der Erstbeschreibung1758

Biologie & Ökologie

GiftigkeitUngiftig
Maximale Gesamtlänge243 cm (2.426 mm)
Nahrung
AktivitätszeitCathemeral
Fortpflanzungviviparous
IUCN-StatusLeast Concern

Haltung im Vivarium

Überblick zur Haltung von Eunectes murinus

Die Große Anakonda, wissenschaftlich als Eunectes murinus bekannt, ist die größte Schlange der Welt und gehört zur Familie der Boidae. Sie ist in den tropischen Regenwäldern Südamerikas verbreitet, insbesondere im Amazonasbecken. Mit einer maximalen Länge von bis zu 2426 mm und einem Gewicht, das über 100 kg erreichen kann, ist sie ein beeindruckendes Tier. Die Große Anakonda ist cathemeral, was bedeutet, dass sie sowohl tagsüber als auch nachts aktiv sein kann. Ihre Lebenserwartung in Gefangenschaft kann über 20 Jahre betragen. Aufgrund ihrer Größe und spezifischen Haltungsanforderungen ist sie für private Halter nicht geeignet und wird hauptsächlich in Zoos und wissenschaftlichen Einrichtungen gehalten.

Klima-Profil

Klimatische Bedingungen für Eunectes murinus

Die Große Anakonda benötigt ein tropisches Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die Tagestemperaturen sollten zwischen 28-32°C liegen, während die Nachttemperaturen nicht unter 24°C fallen sollten. Ein Wärmespot von etwa 35°C ist wichtig, um der Schlange die Möglichkeit zu geben, ihre Körpertemperatur zu regulieren. Die Luftfeuchtigkeit sollte konstant zwischen 70-90% gehalten werden. Eine Photoperiode von 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit ist ideal, um die natürlichen Bedingungen nachzuahmen. Saisonale Anpassungen sind in Gefangenschaft nicht zwingend erforderlich, können aber zur Förderung des Wohlbefindens beitragen.

Terrarium-Anforderungen

Terrarienanforderungen für Eunectes murinus

Aufgrund ihrer Größe benötigt die Große Anakonda ein sehr großes Terrarium. Die Mindestmaße sollten 600x300x300 cm (LxBxH) betragen, um ausreichend Bewegungsfreiheit zu gewährleisten. Ein Wasserbecken, das groß genug ist, damit die Schlange vollständig eintauchen kann, ist unerlässlich. Das Terrarium sollte aus robusten Materialien wie Glas oder PVC gefertigt sein, um dem Gewicht und der Feuchtigkeit standzuhalten. Als Bodengrund eignet sich ein Gemisch aus Erde und Rindenmulch, das Feuchtigkeit speichert. Versteckmöglichkeiten und stabile Kletteräste sind wichtig, um das natürliche Verhalten zu fördern. Eine starke Beleuchtung und Wärmelampen sind notwendig, um die Temperatur- und Lichtanforderungen zu erfüllen.

Fütterung

Fütterung von Eunectes murinus

Die Große Anakonda ist ein opportunistischer Fleischfresser. In Gefangenschaft sollte sie mit großen Futtertieren wie Kaninchen oder Geflügel gefüttert werden. Jungtiere können alle 7-10 Tage gefüttert werden, während adulte Tiere alle 4-6 Wochen eine Mahlzeit benötigen. Es ist wichtig, die Futtergröße an die Breite der Schlange anzupassen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden. Bei Futterverweigerung sollte die Umgebungstemperatur überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Rechtliche Lage

Rechtliche Aspekte zur Haltung von Eunectes murinus

Eunectes murinus ist nicht im CITES-Anhang gelistet, jedoch unterliegt sie in Deutschland der Meldepflicht gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG). In einigen Bundesländern kann sie unter die Gefahrtierverordnung fallen, was die Haltung erheblich einschränken kann. Halter müssen sich über die spezifischen Regelungen in ihrem Bundesland informieren. Zudem ist eine Genehmigung nach §11 des Tierschutzgesetzes erforderlich, um die artgerechte Haltung sicherzustellen.

Anschaffung & Kosten

Anschaffung und Kosten von Eunectes murinus

Die Anschaffungskosten für eine Große Anakonda können in der DACH-Region 2026 zwischen 500 und 1500 Euro liegen, abhängig von Alter und Herkunft des Tieres. Die jährlichen Folgekosten, einschließlich Futter, Strom und einer Tierarzt-Reserve, können leicht 1000 Euro übersteigen. Aufgrund der speziellen Anforderungen und der rechtlichen Bestimmungen ist es ratsam, sich an spezialisierte Züchter oder zoologische Einrichtungen zu wenden, die Erfahrung mit der Haltung dieser Art haben.

Vertiefende Fachartikel

Recherchierte Halterprofile und Klima-/Recht-Analysen mit Bezug zu dieser Art:

Primärquelle

Vollständiger taxonomischer Eintrag, Synonyme und weiterführende Literatur:

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