Charina bottae
(BLAINVILLE, 1835)
Taxonomische Einordnung
| Wissenschaftlicher Name | Charina bottae |
|---|---|
| Gattung | Charina |
| Familie | Boidae |
| Unterordnung | Serpentes |
| Ordnung | Squamata |
| Erstbeschreiber | (BLAINVILLE, 1835) |
| Jahr der Erstbeschreibung | 1835 |
Biologie & Ökologie
| Giftigkeit | Ungiftig |
|---|---|
| Maximale Gesamtlänge | 840 mm (840 mm) |
| Nahrung | — |
| Aktivitätszeit | Nocturnal |
| Fortpflanzung | viviparous |
| IUCN-Status | Least Concern |
Haltung im Vivarium
Überblick zur Haltung von Charina bottae
Die Gummiboa (Charina bottae) gehört zur Familie der Boidae und ist in Nordamerika verbreitet, insbesondere in den westlichen USA und Kanada. Diese Art erreicht eine maximale Länge von etwa 840 mm und ist bekannt für ihren ruhigen und friedlichen Charakter, was sie zu einer beliebten Wahl für Anfänger macht. Die Gummiboa ist nachtaktiv und verbringt den Großteil ihrer Zeit versteckt unter Steinen oder in Erdlöchern. Sie ist eine lebendgebärende (vivipare) Art und hat eine Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren in Gefangenschaft. Halter sollten sich der spezifischen Bedürfnisse dieser Art bewusst sein, um eine artgerechte Haltung zu gewährleisten.
Klima-Profil
Klimatische Bedingungen für Charina bottae
Die Gummiboa benötigt ein gemäßigtes Klima mit einem Temperaturgradienten. Tagsüber sollte die Temperatur im Terrarium zwischen 22-26°C liegen, mit einem Wärmespot, der bis zu 30°C erreicht. Nachts kann die Temperatur auf 18-20°C absinken. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei etwa 40-60% gehalten werden. Eine Photoperiode von 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit ist ideal, um den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus zu simulieren. Saisonale Anpassungen sind nicht zwingend erforderlich, können jedoch die Fortpflanzung fördern.
Terrarium-Anforderungen
Terrariengestaltung für Charina bottae
Für die Haltung einer Gummiboa wird ein Terrarium mit den Mindestmaßen von 90x45x45 cm (LxBxH) empfohlen. Glas- oder Holzterrarien sind geeignet, wobei auf eine gute Belüftung geachtet werden sollte. Als Bodengrund eignet sich eine Mischung aus Erde und Sand, die eine grabfähige Schicht von etwa 5-10 cm bildet. Versteckmöglichkeiten sollten in Form von Korkröhren oder Steinhöhlen angeboten werden. Eine flache Wasserschale zur Trinkwasseraufnahme ist notwendig. Die Beleuchtung sollte UV-frei sein, da die Art keine direkte UV-Bestrahlung benötigt.
Fütterung
Fütterung von Charina bottae
Die Gummiboa ernährt sich hauptsächlich von kleinen Nagetieren. Jungtiere sollten alle 7-10 Tage mit kleinen Mäusen gefüttert werden, während adulte Tiere alle 10-14 Tage eine größere Maus erhalten können. Es ist wichtig, die Futtertiere in einer geeigneten Größe anzubieten, die etwa dem größten Durchmesser der Schlange entspricht. Bei Futterverweigerung, insbesondere während der Wintermonate, sollte die Temperatur und das allgemeine Wohlbefinden der Schlange überprüft werden.
Rechtliche Lage
Rechtliche Aspekte zur Haltung von Charina bottae
Die Gummiboa ist nicht im CITES-Anhang gelistet und unterliegt daher keinen internationalen Handelsbeschränkungen. In Deutschland besteht keine Meldepflicht nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) für diese Art. Auch in den Gefahrtierverordnungen der Bundesländer ist sie nicht gelistet. Dennoch sollten Halter die allgemeinen Bestimmungen des Tierschutzgesetzes (§11 TierSchG) beachten, die eine artgerechte Haltung sicherstellen.
Anschaffung & Kosten
Anschaffung und Kosten von Charina bottae
Die Anschaffungskosten für eine Gummiboa liegen in der DACH-Region im Jahr 2026 bei etwa 150-250 Euro. Die jährlichen Folgekosten, einschließlich Frostfutter, Strom und einer Tierarzt-Reserve, belaufen sich auf etwa 100-150 Euro. Es wird empfohlen, Tiere von seriösen Züchtern oder spezialisierten Reptilienbörsen zu erwerben, um gesunde und artgerecht aufgezogene Exemplare zu erhalten.
Primärquelle
Vollständiger taxonomischer Eintrag, Synonyme und weiterführende Literatur: