Recht

CITES-Einfuhr und Zoll: Schlange aus dem Ausland

Erfahren Sie, wie Sie Schlangen gemäß CITES und Zollbestimmungen legal importieren. Ein umfassender Ratgeber für erfahrene Halter.

Veröffentlicht 16.06.2026 566 Wörter

EG-Verordnung 338/97

Die EG-Verordnung 338/97 regelt den Schutz von Arten durch die Kontrolle des Handels mit Exemplaren der wildlebenden Tier- und Pflanzenarten. Diese Verordnung setzt die CITES-Bestimmungen in der Europäischen Union um. Für den Import von Schlangen, die unter CITES fallen, ist es entscheidend, die Anhänge der Verordnung zu beachten, die die Schutzstufen der Arten definieren.

Schlangenarten, die in Anhang A der Verordnung gelistet sind, benötigen sowohl eine Einfuhrgenehmigung des Bestimmungslandes als auch eine Ausfuhrgenehmigung des Herkunftslandes. Arten in Anhang B benötigen lediglich eine Ausfuhrgenehmigung. Es ist wichtig, sich vor dem Import über die spezifische Einstufung der gewünschten Art zu informieren.

BfN-Bescheinigung

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) ist in Deutschland für die Ausstellung von Einfuhrgenehmigungen zuständig. Eine BfN-Bescheinigung ist erforderlich, um die Einhaltung der CITES-Bestimmungen zu bestätigen. Der Antrag auf eine solche Bescheinigung muss detaillierte Informationen über die Art, die Herkunft und den Zweck des Imports enthalten.

Die Bearbeitungszeit für eine BfN-Bescheinigung kann mehrere Wochen betragen, daher ist eine frühzeitige Antragstellung ratsam. Die Kosten für die Bescheinigung variieren je nach Art und Anzahl der Exemplare.

Zoll-Anmeldung

Bei der Einfuhr von Schlangen ist eine Zollanmeldung erforderlich. Diese Anmeldung muss bei der zuständigen Zollstelle erfolgen, bevor die Tiere in die EU eingeführt werden. Der Zoll prüft die Einfuhrgenehmigungen und die Übereinstimmung der Dokumente mit den tatsächlichen Tieren.

Es ist wichtig, alle erforderlichen Dokumente, einschließlich der CITES-Genehmigungen und der BfN-Bescheinigung, bei der Zollanmeldung vorzulegen. Die Nichteinhaltung der Zollvorschriften kann zu erheblichen Strafen führen, einschließlich der Beschlagnahmung der Tiere.

Tierseuchen-Kontrolle

Zusätzlich zu den CITES- und Zollbestimmungen müssen importierte Schlangen einer tierseuchenrechtlichen Kontrolle unterzogen werden. Diese Kontrollen sollen sicherstellen, dass keine Krankheiten eingeschleppt werden, die die heimische Fauna gefährden könnten.

Die tierseuchenrechtliche Kontrolle erfolgt durch die zuständigen Veterinärbehörden. Es ist ratsam, sich im Vorfeld über die spezifischen Anforderungen und Verfahren zu informieren, da diese je nach Bundesland variieren können.

FAQ

  • Was ist CITES?
    CITES steht für das Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen. Es regelt den Handel mit bedrohten Arten, um deren Überleben zu sichern.
  • Welche Dokumente benötige ich für den Import?
    Sie benötigen eine CITES-Ausfuhrgenehmigung, eine BfN-Bescheinigung und eine Zollanmeldung.
  • Wie lange dauert die Bearbeitung einer BfN-Bescheinigung?
    Die Bearbeitungszeit kann mehrere Wochen betragen. Eine frühzeitige Antragstellung ist daher ratsam.
  • Welche Strafen drohen bei Verstößen?
    Verstöße können zu erheblichen Geldstrafen und der Beschlagnahmung der Tiere führen.
  • Wer führt die tierseuchenrechtliche Kontrolle durch?
    Die Kontrolle erfolgt durch die zuständigen Veterinärbehörden der jeweiligen Bundesländer.

Häufige Fragen

Was ist CITES?

<em>CITES</em> steht für das Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen. Es regelt den Handel mit bedrohten Arten, um deren Überleben zu sichern.

Welche Dokumente benötige ich für den Import?

Sie benötigen eine CITES-Ausfuhrgenehmigung, eine BfN-Bescheinigung und eine Zollanmeldung.

Wie lange dauert die Bearbeitung einer BfN-Bescheinigung?

Die Bearbeitungszeit kann mehrere Wochen betragen. Eine frühzeitige Antragstellung ist daher ratsam.

Welche Strafen drohen bei Verstößen?

Verstöße können zu erheblichen Geldstrafen und der Beschlagnahmung der Tiere führen.

Wer führt die tierseuchenrechtliche Kontrolle durch?

Die Kontrolle erfolgt durch die zuständigen Veterinärbehörden der jeweiligen Bundesländer.

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