Arten

Schlingnatter (Coronella austriaca): Glattnatter — die heimliche Würgerin

Die Schlingnatter, auch bekannt als Glattnatter, ist eine heimische, ungiftige Würgeschlange, die in Deutschland weit verbreitet ist. Sie wird oft mit der gefährlichen Kreuzotter verwechselt. Erfahren Sie mehr über ihren Lebensraum, Schutzstatus und wie Sie sie in der Natur beobachten können.

Veröffentlicht 16.06.2026

Einführung in die Schlingnatter (Coronella austriaca)

Die Schlingnatter, auch als Glattnatter bekannt, ist eine faszinierende, jedoch oft übersehene Schlange, die in Deutschland heimisch ist. Trotz ihrer geringen Größe und ihrer harmlosen Natur wird sie häufig mit der giftigen Kreuzotter (Vipera berus) verwechselt. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Biologie, den Lebensraum und den Schutzstatus dieser bemerkenswerten Art.

Verbreitung und Lebensraum

Die Schlingnatter ist in weiten Teilen Europas verbreitet, einschließlich Deutschland, Österreich und der Schweiz. In Deutschland ist sie in nahezu allen Bundesländern anzutreffen, wobei sie bevorzugt in Heidelandschaften, Trockenmauern und offenen, sonnigen Waldrändern lebt. Diese Lebensräume bieten der Schlingnatter ideale Bedingungen für die Jagd und Fortpflanzung.

Verbreitung in Deutschland

  • Niedersachsen: Häufig in Heidegebieten.
  • Bayern: Vorkommen in den Alpenvorlandregionen.
  • Brandenburg: Verbreitet in sandigen Kiefernwäldern.
  • Rheinland-Pfalz: Häufig in Weinbergen und Trockenmauern.

Biologie und Verhalten

Die Schlingnatter ist eine relativ kleine Schlange, die selten länger als 80 cm wird. Sie ist bekannt für ihre glatte, glänzende Haut und ihre Fähigkeit, Beutetiere durch Umschlingen zu töten. Ihr Beutespektrum umfasst hauptsächlich kleine Eidechsen, aber auch junge Mäuse und andere Kleintiere.

Schutzstatus und gesetzliche Bestimmungen

Die Schlingnatter ist gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) streng geschützt. Sie ist in Anhang IV der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) aufgeführt, was bedeutet, dass ihre Lebensräume besonders geschützt werden müssen. Jegliche Störung, Fang oder Tötung dieser Art ist verboten.

Beobachtungstipps

Wer die Schlingnatter in freier Wildbahn beobachten möchte, sollte sich in die oben genannten Lebensräume begeben und geduldig sein. Die beste Zeit für Beobachtungen ist der Frühling, wenn die Schlangen aus der Winterruhe erwachen. Achten Sie darauf, die Tiere nicht zu stören und halten Sie Abstand.

Verwechslungsgefahr

Die Schlingnatter wird häufig mit der Kreuzotter und der Aspisviper (Vipera aspis) verwechselt. Eine Verwechslung kann gefährlich sein, da diese beiden Arten giftig sind. Ein genauer Blick auf die Kopfform und die Pupillen kann helfen, die Arten zu unterscheiden.

Merkmal Schlingnatter Kreuzotter Aspisviper
Kopfform Schmal, rundlich Dreieckig Dreieckig
Pupillen Rund Vertikal Vertikal
Haut Glatt Rau Rau

FAQ zur Schlingnatter

  • Wie gefährlich ist die Schlingnatter? Die Schlingnatter ist ungiftig und für Menschen harmlos.
  • Wie kann ich eine Schlingnatter von einer Kreuzotter unterscheiden? Achten Sie auf die runde Pupille und die glatte Haut der Schlingnatter.
  • Wo kann ich Schlingnattern in Deutschland beobachten? In Heidelandschaften, Trockenmauern und sonnigen Waldrändern.
  • Was frisst die Schlingnatter? Hauptsächlich kleine Eidechsen und junge Mäuse.
  • Ist die Schlingnatter geschützt? Ja, sie ist durch das BNatSchG und die FFH-Richtlinie geschützt.
  • Wann ist die beste Zeit, um Schlingnattern zu beobachten? Im Frühling, wenn sie aus der Winterruhe erwachen.
  • Wie groß wird eine Schlingnatter? Sie wird selten länger als 80 cm.
  • Kann ich eine Schlingnatter als Haustier halten? Nein, sie ist streng geschützt und darf nicht gefangen oder gehalten werden.

Häufige Fragen

Wie gefährlich ist die Schlingnatter?

Die Schlingnatter ist ungiftig und für Menschen harmlos.

Wie kann ich eine Schlingnatter von einer Kreuzotter unterscheiden?

Achten Sie auf die runde Pupille und die glatte Haut der Schlingnatter.

Wo kann ich Schlingnattern in Deutschland beobachten?

In Heidelandschaften, Trockenmauern und sonnigen Waldrändern.

Was frisst die Schlingnatter?

Hauptsächlich kleine Eidechsen und junge Mäuse.

Ist die Schlingnatter geschützt?

Ja, sie ist durch das BNatSchG und die FFH-Richtlinie geschützt.

Wann ist die beste Zeit, um Schlingnattern zu beobachten?

Im Frühling, wenn sie aus der Winterruhe erwachen.

Wie groß wird eine Schlingnatter?

Sie wird selten länger als 80 cm.

Kann ich eine Schlingnatter als Haustier halten?

Nein, sie ist streng geschützt und darf nicht gefangen oder gehalten werden.

Weiterlesen

Arten

Vipernatter (Natrix maura): Iberische Wasser-Mimikry-Natter

Die Vipernatter (Natrix maura) ist eine faszinierende Schlangenart, die vor allem in Südwesteuropa vorkommt. Bekannt für ihre beeindruckende Mimikry, imitiert sie das Zackenbandmuster von Vipern. Entdecken Sie mehr über ihren Lebensraum, Schutzstatus und Beobachtungsmöglichkeiten.

Arten

Aspisviper (Vipera aspis): Süddeutsche und Schweizer Giftschlange

Die Aspisviper (Vipera aspis) ist eine seltene Giftschlange, die in Süddeutschland, der Schweiz und Italien vorkommt. Sie ist nach BNatSchG vom Aussterben bedroht und in FFH-Anhang IV gelistet. Erfahren Sie mehr über ihre Verbreitung, Schutzstatus und wie man sie von anderen Arten unterscheidet.

Wellensittich-Newsletter

Einmal im Monat: neue Ratgeber, Krankheitsbilder, saisonale Tipps.

Mit der Anmeldung stimmst du der Datenschutzerklärung zu. Jederzeit abbestellbar.