Familie

Viperidae

408 valide Arten innerhalb dieser Familie.

Herkunft
Welttropen, Schwerpunkt Afrika, Asien und Amerika
Typische Größe
30 cm bis 3,5 m

Die Familie der Viperidae, allgemein als Vipern bekannt, umfasst eine Vielzahl von Schlangenarten, die sich durch ihre hochentwickelten Giftdrüsen und spezialisierten Fangzähne auszeichnen. Diese Familie gehört zur Ordnung der Schuppenkriechtiere (Squamata) und ist in der Unterordnung der Schlangen (Serpentes) eingeordnet. Mit derzeit 408 anerkannten Arten ist sie eine der artenreichsten Schlangenfamilien. Die geografische Verbreitung der Viperidae erstreckt sich über weite Teile der Welt, mit Ausnahme von Australien, Madagaskar und einigen Inseln im Pazifik. Besonders zahlreich sind sie in den tropischen und subtropischen Regionen Afrikas, Asiens und Amerikas vertreten.

Phylogenie & Systematik

Die Familie der Viperidae wird in zwei Unterfamilien unterteilt: die Grubenottern (Crotalinae) und die Echten Vipern (Viperinae). Die Grubenottern sind vor allem in Amerika und Asien verbreitet und zeichnen sich durch das Vorhandensein von wärmeempfindlichen Grubenorganen aus, die ihnen eine präzise Lokalisierung von Beutetieren ermöglichen. Zu den bekanntesten Vertretern dieser Unterfamilie gehören die Klapperschlangen (Crotalus) und die Lanzenottern (Bothrops). Die Echten Vipern hingegen sind in Europa, Asien und Afrika verbreitet und besitzen keine Grubenorgane. Zu ihnen zählen Arten wie die Kreuzotter (Vipera berus) und die Sandviper (Vipera ammodytes).

Morphologie & Schlüsselmerkmale

Vipern sind in der Regel durch einen robusten Körperbau und einen dreieckigen Kopf gekennzeichnet, der sich deutlich vom Hals absetzt. Die meisten Arten besitzen lange, hohle Giftzähne, die bei geschlossenem Maul nach hinten geklappt werden. Diese Zähne sind an einem beweglichen Kieferknochen befestigt, der es den Schlangen ermöglicht, ihre Zähne beim Zubeißen nach vorne zu klappen. Das Gift der Vipern ist in der Regel hämotoxisch, was bedeutet, dass es das Blut und Gewebe des Opfers angreift. Einige Arten, insbesondere innerhalb der Grubenottern, besitzen jedoch auch neurotoxische Komponenten in ihrem Gift.

Lebensraum & Verbreitung

Die Viperidae bewohnen eine Vielzahl von Lebensräumen, von tropischen Regenwäldern über Savannen bis hin zu Wüsten und Gebirgsregionen. Ihre Anpassungsfähigkeit ermöglicht es ihnen, in extrem unterschiedlichen klimatischen Bedingungen zu überleben. In Europa sind sie vor allem in gemäßigten Zonen zu finden, während sie in Afrika und Asien auch in heißen Wüstenregionen vorkommen. In Amerika sind sie sowohl in den tropischen Regenwäldern des Amazonas als auch in den trockenen Wüsten des Südwestens der USA verbreitet.

Bedeutende Arten

  • Agkistrodon bilineatus: Diese Art, auch als Mexikanische Mokassinotter bekannt, ist in Mittelamerika verbreitet und zeichnet sich durch ihr charakteristisches zweifarbiges Muster aus.
  • Agkistrodon conanti: Diese Art ist vor allem in den südöstlichen USA zu finden und wird oft mit der Kupferkopfotter (Agkistrodon contortrix) verwechselt.
  • Agkistrodon contortrix: Die Kupferkopfotter ist in den östlichen USA verbreitet und bekannt für ihre kupferfarbene Färbung.
  • Agkistrodon howardgloydi: Diese Art ist in Mittelamerika verbreitet und bevorzugt feuchte, bewaldete Lebensräume.
  • Agkistrodon laticinctus: Diese Art, auch als Breitbandkupferkopf bekannt, ist in den zentralen USA verbreitet und zeichnet sich durch breite, dunkle Bänder auf ihrem Körper aus.

Bedeutung für die Heimterraristik

Einige Arten der Viperidae sind in der Heimterraristik beliebt, insbesondere aufgrund ihrer faszinierenden Morphologie und Verhaltensweisen. Arten wie die Gabunviper (Bitis gabonica) und die Klapperschlangen (Crotalus) werden von erfahrenen Terrarianern gehalten. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass der Umgang mit Vipern aufgrund ihrer Giftigkeit nur erfahrenen Haltern vorbehalten sein sollte. Eine adäquate Sicherheitsausrüstung und ein umfassendes Wissen über die jeweilige Art sind unerlässlich, um Unfälle zu vermeiden.

Schutzstatus & rechtliche Lage

Der Schutzstatus der Viperidae variiert je nach Art und Region. Einige Arten sind durch den Verlust ihres Lebensraums und die illegale Jagd bedroht. Internationale Abkommen wie das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) regulieren den Handel mit gefährdeten Arten. In vielen Ländern unterliegen Vipern strengen Schutzbestimmungen, die den Fang, Handel und Besitz regeln. Es ist wichtig, sich über die lokalen Gesetze und Vorschriften zu informieren, bevor man eine Viper als Haustier hält oder mit ihnen handelt.

Wissenschaftlicher Name Giftig
Gloydius liupanensis giftig
Gloydius monticola giftig
Gloydius qinlingensis giftig
Gloydius rickmersi giftig
Gloydius rubromaculatus giftig
Gloydius shedaoensis giftig
Gloydius stejnegeri giftig
Gloydius strauchi giftig
Gloydius swild giftig
Gloydius tsushimaensis giftig
Gloydius ussuriensis giftig
Gloydius variegatus
Hypnale hypnale giftig
Hypnale nepa giftig
Hypnale zara giftig
Lachesis acrochorda giftig
Lachesis melanocephala giftig
Lachesis muta giftig
Lachesis rhombeata
Lachesis stenophrys giftig
Macrovipera lebetinus giftig
Macrovipera razii giftig
Metlapilcoatlus borealis giftig
Metlapilcoatlus indomitus giftig
Metlapilcoatlus mexicanus giftig
Metlapilcoatlus nummifer giftig
Metlapilcoatlus occiduus giftig
Metlapilcoatlus olmec giftig
Mixcoatlus barbouri giftig
Mixcoatlus browni giftig
Mixcoatlus melanurus giftig
Montatheris hindii giftig
Montivipera albizona giftig
Montivipera bornmuelleri giftig
Montivipera bulgardaghica giftig
Montivipera kuhrangica giftig
Montivipera latifii giftig
Montivipera raddei giftig
Montivipera wagneri giftig
Montivipera xanthina giftig
Ophryacus smaragdinus giftig
Ophryacus sphenophrys giftig
Ophryacus undulatus giftig
Ovophis anitae giftig
Ovophis convictus giftig
Ovophis jenkinsi
Ovophis makazayazaya giftig
Ovophis monticola giftig
Ovophis okinavensis giftig
Ovophis tonkinensis giftig
Ovophis zayuensis giftig
Ovophis zhaoermii
Porthidium arcosae giftig
Porthidium dunni giftig
Porthidium hespere giftig
Porthidium lansbergii giftig
Porthidium nasutum giftig
Porthidium ophryomegas giftig
Porthidium porrasi giftig
Porthidium volcanicum giftig
Atlas — Newsletter

Das Magazin als monatliche Lesepost

Neue Artenporträts, Halterungs-Notizen und Terrarium-Bauanleitungen — ohne Werbe-Mails dazwischen.

Mit der Anmeldung stimmst du der Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.