Familie

Elapidae

410 valide Arten innerhalb dieser Familie.

Herkunft
Tropen und Subtropen weltweit, Schwerpunkt Australien
Typische Größe
50 cm bis 5 m

Die Familie der Elapidae, auch bekannt als Giftnattern, umfasst eine beeindruckende Vielfalt an Schlangenarten, die sich durch ihre hochwirksamen Neurotoxine auszeichnen. Mit etwa 410 Arten ist diese Familie eine der artenreichsten innerhalb der Schlangen. Die Elapidae sind weltweit verbreitet, mit einem besonderen Schwerpunkt in den tropischen und subtropischen Regionen Afrikas, Asiens, Australiens und Amerikas. Zu den bekanntesten Vertretern gehören die Kobras, Mambas, Korallenottern und Seeschlangen.

Phylogenie & Systematik

Die Familie Elapidae gehört zur Überfamilie Elapoidea und ist eng mit anderen Schlangengruppen wie den Colubridae verwandt. Innerhalb der Elapidae gibt es mehrere Unterfamilien, darunter die Elapinae, Hydrophiinae (Seeschlangen) und Laticaudinae (Seeschlangen mit amphibischem Lebensstil). Die phylogenetische Analyse basiert auf molekularen Daten, die eine tiefe Divergenz innerhalb der Familie aufzeigen, was auf eine lange evolutionäre Geschichte hindeutet. Diese Schlangen haben sich an eine Vielzahl von Lebensräumen angepasst, von trockenen Wüsten bis hin zu tropischen Regenwäldern und marinen Umgebungen.

Morphologie & Schlüsselmerkmale

Die Elapidae zeichnen sich durch ihre festen, vorderen Giftzähne aus, die in einem festen Oberkiefer verankert sind. Diese Zähne sind speziell angepasst, um effizient Neurotoxine zu injizieren, die das Nervensystem ihrer Beute schnell lähmen. Die Körpergröße variiert erheblich innerhalb der Familie, von kleinen Arten wie den Korallenottern, die nur etwa 50 cm lang werden, bis hin zu den Königskobras, die Längen von über 5 Metern erreichen können. Die meisten Elapidae haben einen schlanken Körperbau und einen glatten Schuppenüberzug, der ihnen eine schnelle Fortbewegung ermöglicht.

Lebensraum & Verbreitung

Die Elapidae sind in einer Vielzahl von Lebensräumen anzutreffen. Während einige Arten, wie die Seeschlangen, vollständig im Wasser leben, sind andere terrestrisch und bewohnen Wälder, Savannen, Wüsten und Grasländer. In Australien sind die Elapidae besonders vielfältig und dominieren die Schlangenfauna des Kontinents. In Asien und Afrika sind sie ebenfalls weit verbreitet, wobei sie oft in der Nähe von menschlichen Siedlungen vorkommen, was zu Konflikten führen kann.

Bedeutende Arten

  • Acanthophis antarcticus: Bekannt als der Todesotter, ist diese Art in Australien verbreitet und berüchtigt für ihr potentes Gift.
  • Acanthophis cryptamydros: Eine kürzlich beschriebene Art, die in den nördlichen Regionen Australiens vorkommt.
  • Acanthophis hawkei: Diese Art ist nach dem australischen Premierminister Bob Hawke benannt und kommt in den trockenen Regionen Australiens vor.
  • Acanthophis laevis: Verbreitet in Neuguinea, ist diese Art für ihre Tarnung und ihr aggressives Verhalten bekannt.
  • Acanthophis praelongus: Diese Art ist in den tropischen Regionen Nordaustraliens verbreitet und hat ein besonders starkes Gift.

Bedeutung für die Heimterraristik

Die Haltung von Elapidae in Terrarien ist aufgrund ihrer Giftigkeit und speziellen Haltungsanforderungen nur erfahrenen Terrarianern zu empfehlen. Einige Arten, wie bestimmte Kobras und Korallenottern, sind in spezialisierten Sammlungen zu finden. Die Haltung erfordert strenge Sicherheitsmaßnahmen und eine Genehmigung, da das Risiko eines Bisses erheblich ist. Die meisten Terrarianer ziehen es vor, ungiftige Arten zu halten, aber für einige Enthusiasten bieten die Elapidae eine faszinierende Herausforderung.

Schutzstatus & rechtliche Lage

Der Schutzstatus der Elapidae variiert je nach Art und Region. Einige Arten sind durch den Verlust ihres Lebensraums und den illegalen Handel bedroht. Internationale Abkommen wie das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) regulieren den Handel mit gefährdeten Arten. In vielen Ländern ist die Haltung von Giftnattern streng reguliert, und es sind spezielle Genehmigungen erforderlich. Der Schutz ihrer natürlichen Lebensräume ist entscheidend für das Überleben vieler Elapidae-Arten.

Wissenschaftlicher Name Giftig
Hydrophis vorisi giftig
Hydrophis zweifeli giftig
Laticauda colubrina giftig
Laticauda crockeri giftig
Laticauda frontalis giftig
Laticauda guineai giftig
Laticauda laticaudata giftig
Laticauda saintgironsi giftig
Laticauda schistorhyncha giftig
Laticauda semifasciata giftig
Leptomicrurus collaris giftig
Leptomicrurus narduccii giftig
Leptomicrurus renjifoi giftig
Leptomicrurus scutiventris giftig
Loveridgelaps elapoides giftig
Microcephalophis cantoris
Microcephalophis gracilis giftig
Micropechis ikaheca giftig
Micruroides euryxanthus giftig
Micrurus albicinctus giftig
Micrurus alleni giftig
Micrurus altirostris giftig
Micrurus ancoralis giftig
Micrurus anibal giftig
Micrurus annellatus giftig
Micrurus apiatus
Micrurus averyi giftig
Micrurus baliocoryphus giftig
Micrurus bocourti giftig
Micrurus bogerti giftig
Micrurus boicora giftig
Micrurus bonita
Micrurus brasiliensis giftig
Micrurus camilae giftig
Micrurus carvalhoi giftig
Micrurus circinalis giftig
Micrurus clarki giftig
Micrurus corallinus giftig
Micrurus decoratus giftig
Micrurus diana giftig
Micrurus diastema giftig
Micrurus dissoleucus giftig
Micrurus distans giftig
Micrurus diutius giftig
Micrurus dumerilii giftig
Micrurus elegans giftig
Micrurus ephippifer giftig
Micrurus filiformis giftig
Micrurus frontalis giftig
Micrurus frontifasciatus giftig
Micrurus fulvius giftig
Micrurus helleri giftig
Micrurus hemprichii giftig
Micrurus hippocrepis giftig
Micrurus ibiboboca giftig
Micrurus isozonus giftig
Micrurus janisrozei
Micrurus langsdorffi giftig
Micrurus laticollaris giftig
Micrurus latifasciatus giftig
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