Colubridae
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Familie

Colubridae

2.192 valide Arten innerhalb dieser Familie.

Herkunft
Weltweit, außer Antarktis
Typische Größe
20 cm bis über 3 m

Die Familie Colubridae, auch als Nattern bekannt, ist die artenreichste Schlangenfamilie und umfasst etwa 2192 Arten. Diese Familie gehört zur Ordnung der Schuppenkriechtiere (Squamata) und ist weltweit verbreitet, mit Ausnahme der Antarktis. Die Colubridae sind in einer Vielzahl von Lebensräumen zu finden, von tropischen Regenwäldern bis hin zu Wüsten. Diese Familie zeigt eine bemerkenswerte Vielfalt in Bezug auf Morphologie, Verhalten und ökologische Anpassungen.

Phylogenie & Systematik

Die Familie Colubridae ist eine der am besten erforschten Schlangenfamilien, was ihre phylogenetische Vielfalt betrifft. Sie wird in mehrere Unterfamilien unterteilt, darunter Colubrinae, Natricinae und Dipsadinae. Die systematische Einordnung dieser Familie hat sich im Laufe der Jahre aufgrund molekularer Studien erheblich verändert. Diese Studien haben zur Aufdeckung komplexer Verwandtschaftsverhältnisse geführt, die auf morphologischen Merkmalen allein nicht erkennbar waren. Die Familie ist paraphyletisch, was bedeutet, dass sie nicht alle Nachfahren eines gemeinsamen Vorfahren umfasst, was zu einer ständigen Revision ihrer taxonomischen Klassifikation führt.

Morphologie & Schlüsselmerkmale

Die Colubridae zeigen eine große Bandbreite an morphologischen Merkmalen. Die meisten Arten sind schlank und besitzen einen länglichen Körperbau. Die Größe variiert erheblich, von kleinen Arten mit einer Länge von etwa 20 cm bis hin zu großen Arten, die über 3 Meter lang werden können. Die Schuppen sind meist glatt, einige Arten besitzen jedoch gekielte Schuppen. Die Kopfstruktur ist ebenfalls variabel, wobei einige Arten einen deutlich abgesetzten Kopf haben, während andere einen weniger ausgeprägten Kopf besitzen. Viele Colubridae sind ungiftig, einige besitzen jedoch spezialisierte Zähne, die mit Giftdrüsen verbunden sind, um Beutetiere zu lähmen.

Lebensraum & Verbreitung

Die Colubridae sind in nahezu allen Lebensräumen der Welt zu finden. Sie besiedeln Wälder, Wüsten, Grasländer, Feuchtgebiete und sogar städtische Gebiete. Ihre Anpassungsfähigkeit an verschiedene Umweltbedingungen ist einer der Gründe für ihre weitreichende Verbreitung. In den Tropen sind sie besonders artenreich, während in gemäßigten Zonen weniger Arten vorkommen. Einige Arten sind aquatisch und verbringen einen Großteil ihres Lebens im Wasser, während andere strikt terrestrisch oder baumbewohnend sind.

Bedeutende Arten

Einige der bekanntesten Arten innerhalb der Colubridae sind die Ringelnatter (Natrix natrix), die Kornnatter (Pantherophis guttatus) und die Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis). Diese Arten sind nicht nur aufgrund ihrer Häufigkeit bekannt, sondern auch wegen ihrer Bedeutung in der Heimterraristik. Die Kornnatter ist besonders beliebt bei Terrarianern aufgrund ihrer friedlichen Natur und der Vielzahl an Farbvarianten.

Bedeutung für die Heimterraristik

Die Colubridae spielen eine bedeutende Rolle in der Heimterraristik. Viele Arten, wie die Kornnatter und die Strumpfbandnatter, sind aufgrund ihrer Pflegeleichtigkeit und ihres friedlichen Wesens beliebte Haustiere. Sie sind oft die erste Wahl für Anfänger in der Schlangenhaltung. Die Vielfalt der in Gefangenschaft gezüchteten Farb- und Musterformen macht sie besonders attraktiv für Reptilienliebhaber. Es ist jedoch wichtig, sich über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art zu informieren, um eine artgerechte Haltung zu gewährleisten.

Schutzstatus & rechtliche Lage

Der Schutzstatus der Colubridae variiert stark je nach Art und geografischer Region. Während viele Arten weit verbreitet und nicht bedroht sind, stehen einige aufgrund von Lebensraumverlust und illegalem Handel unter Druck. Internationale Abkommen wie das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) regulieren den Handel mit bestimmten Arten, um deren Überleben in freier Wildbahn zu sichern. In einigen Ländern gibt es spezifische Gesetze, die den Besitz und Handel von Schlangen regeln, um sowohl den Schutz der Arten als auch die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten.

Wissenschaftlicher Name Giftig
Gongylosoma longicaudus
Gongylosoma mukutense
Gongylosoma nicobariensis
Gongylosoma pallidonuchalis
Gongylosoma scriptum
Gonyosoma boulengeri
Gonyosoma coeruleum
Gonyosoma frenatum
Gonyosoma hainanense
Gonyosoma iadinum
Gonyosoma jansenii
Gonyosoma margaritatum
Gonyosoma oxycephalum ungiftig
Gonyosoma prasinum
Grayia caesar
Grayia obscura
Grayia ornata
Grayia smithii
Grayia tholloni
Gyalopion canum
Gyalopion quadrangulare
Haitiophis anomalus
Hapsidophrys lineata
Hapsidophrys principis
Hapsidophrys smaragdina
Hebius andreae
Hebius annamensis
Hebius arquus
Hebius atemporalis
Hebius bitaeniatus
Hebius boulengeri
Hebius celebicus
Hebius chapaensis
Hebius citrinoventer
Hebius clerki
Hebius concelarus
Hebius craspedogaster
Hebius deschauenseei
Hebius flavifrons
Hebius frenatus
Hebius gilhodesi
Hebius groundwateri
Hebius igneus
Hebius inas
Hebius ishigakiensis
Hebius jingdongensis
Hebius johannis
Hebius kerinciensis
Hebius khasiensis
Hebius lacrima
Hebius leucomystax
Hebius maximus
Hebius metusia
Hebius miyajimae
Hebius modestus
Hebius nigriventer
Hebius octolineatus
Hebius optatus
Hebius parallelus
Hebius petersii
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