Drymarchon couperi
(HOLBROOK, 1842)
Taxonomische Einordnung
| Wissenschaftlicher Name | Drymarchon couperi |
|---|---|
| Gattung | Drymarchon |
| Familie | Colubridae |
| Unterordnung | Serpentes |
| Ordnung | Squamata |
| Erstbeschreiber | (HOLBROOK, 1842) |
| Jahr der Erstbeschreibung | 1842 |
Biologie & Ökologie
| Giftigkeit | Ungiftig |
|---|---|
| Maximale Gesamtlänge | 263 cm (2.629 mm) |
| Nahrung | — |
| Aktivitätszeit | Diurnal |
| Fortpflanzung | oviparous |
| IUCN-Status | Least Concern |
Haltung im Vivarium
Haltung der Östlichen Indigoschlange (Drymarchon couperi)
Die Östliche Indigoschlange (Drymarchon couperi) ist die längste einheimische Schlange Nordamerikas und kann eine maximale Länge von 2629 mm erreichen. Sie ist in den südöstlichen Vereinigten Staaten verbreitet, insbesondere in Florida und Georgia. Diese ungiftige, tagaktive Schlange ist bekannt für ihr glänzendes, indigoblaues Schuppenkleid. Aufgrund ihrer Größe und ihres Platzbedarfs ist sie für Anfänger nicht geeignet. Die Lebenserwartung in Gefangenschaft kann bei optimaler Pflege 15 bis 20 Jahre betragen. Halter sollten sich der Anforderungen an Platz und Klima bewusst sein, um eine artgerechte Haltung zu gewährleisten.
Klima-Profil
Klimatische Bedingungen
Die Östliche Indigoschlange benötigt ein gut strukturiertes Klima mit einem Temperaturgradienten. Die Tagestemperaturen sollten zwischen 24°C und 30°C liegen, mit einem Wärmespot von bis zu 32°C. Nachts kann die Temperatur auf 18°C bis 22°C absinken. Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 50% und 70% gehalten werden. Eine Photoperiode von 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit ist ideal. Saisonale Anpassungen sind nicht zwingend erforderlich, können aber zur Simulation natürlicher Bedingungen beitragen.
Terrarium-Anforderungen
Terrariengestaltung
Für eine adulte Östliche Indigoschlange sollte das Terrarium mindestens 200 cm lang, 100 cm breit und 100 cm hoch sein. Ein größeres Terrarium ist jedoch empfehlenswert, um dem Bewegungsdrang der Schlange gerecht zu werden. Glas- oder Holzterrarien sind geeignet, wobei Holz besser isoliert. Als Bodengrund eignet sich eine Mischung aus Erde und Sand, um die natürliche Umgebung zu simulieren. Verstecke und Klettermöglichkeiten sind essenziell. Eine stabile Beleuchtung mit UVB-Anteil ist wichtig, ebenso wie ein Wasserbecken, das groß genug ist, damit die Schlange darin baden kann.
Fütterung
Fütterung
Die Östliche Indigoschlange ist ein opportunistischer Fresser und kann mit einer Vielzahl von Futtertieren gefüttert werden, darunter Mäuse, Ratten und gelegentlich Vögel. Jungtiere sollten alle 5 bis 7 Tage gefüttert werden, während adulte Tiere alle 10 bis 14 Tage gefüttert werden können. Es ist wichtig, Futtertiere in angemessener Größe anzubieten, die nicht breiter als der breiteste Teil der Schlange sind. Bei Futterverweigerung sollte die Umgebung überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.
Rechtliche Lage
Rechtliche Bestimmungen
Die Östliche Indigoschlange ist nicht im CITES-Anhang gelistet, da sie als 'Least Concern' von der IUCN eingestuft wird. In Deutschland unterliegt sie nicht der BNatSchG-Meldepflicht. In einigen Bundesländern könnte sie jedoch unter die Gefahrtierverordnung fallen, daher ist eine Überprüfung der lokalen Gesetzgebung ratsam. Halter sollten sich über die Anforderungen des TierSchG §11 informieren, insbesondere wenn eine gewerbliche Haltung angestrebt wird.
Anschaffung & Kosten
Anschaffung und Kosten
Die Anschaffungskosten für eine Östliche Indigoschlange liegen in der DACH-Region 2026 bei etwa 500 bis 1000 Euro, abhängig von Alter und Herkunft. Die jährlichen Folgekosten, einschließlich Frostfutter, Strom und einer Tierarzt-Reserve, können sich auf etwa 300 bis 500 Euro belaufen. Es wird empfohlen, Tiere von seriösen Züchtern oder spezialisierten Reptilienbörsen zu erwerben, um gesunde und artgerecht aufgezogene Exemplare zu erhalten.
Primärquelle
Vollständiger taxonomischer Eintrag, Synonyme und weiterführende Literatur: